Aus dem Schatten treten

Wie kommt es dazu, dass wir im Schatten stehen? Im Schatten vom wem eigentlich? Und was noch viel wichtiger ist, woran merken wir überhaupt, dass wir im Schatten stehen? Und wenn wir es bemerken, wollen wir das so? Oder wollen wir es nicht? Wenn wir es nicht wollen oder nicht mehr wollen, wie schaffen wir es aus dem Schatten herauszutreten? Was müssen wir tun, um ans Licht – als Gegenstück zum Schatten – zu treten?

In meinem Leben wurde die Einsicht, dass ich im Schatten stehe, vor etlichen Jahren überdeutlich. Doch bis heute kann ich nicht genau sagen, in wessen Schatten ich eigentlich stand oder noch immer stehe.

Ist es womöglich mein eigener…

Bei den zahlreichen Versuchen, etwas daran zu ändern – denn mein Wunsch, ans Licht zu kommen war und ist übermächtig – fand ich mich regelmäßig in derselben Situation wieder:

Ich stand vor einer gleichsam unüberwindlich scheinenden Wand von Angst.

Angst – ein übermächtiger Gegner

Dass es Angst war, und zwar meine eigene, habe ich erst nach vielen, vielen intensiven Stunden Yoga und Meditation herausgefunden. Denn das Wesen unserer Angst ist es ja, sich als alles Mögliche zu tarnen, nur um uns daran zu hindern, herauszufinden, was uns fehlt – um es in einem zweiten Schritt überwinden zu können. Angst ist ein unglaublich potenter Gegner…

Und wir sind ja auch nur allzu bereit, ihr nicht in die Augen sehen zu müssen. Das ist schließlich die Aufgabe der Angst: Sie hindert uns daran, etwas zu tun, das für uns gefährlich oder unangenehm ist.

Leider haben wir alle einen riesigen Berg von Angst im Gepäck, der uns an Dingen hindert, die uns überhaupt nicht schaden und die wir im Grunde sogar lieben würden.

Und dennoch ist da diese Angst, einen Schritt in diese Richtung zu gehen.

Innere Blockade überwinden

Diese innere Blockade habe ich sehr schmerzlich gefühlt. Ich habe mich ein Stück in die von mir gewünschte Richtung bewegt; doch wie an einem unsichtbaren Gummiband gehalten, wurde ich immer wieder zurückgezogen in den alten Bereich meines eigenen Versagens. Ja, so habe ich das immer empfunden.
Bis ich beschlossen habe, diesen alten Ängsten mit aller Macht entgegen zu treten und all das Unverdaute zu bereinigen.

Das allerdings ist eine wahre Heldenreise!

Denn wie gesagt, wir treten unserem härtesten Gegner gegenüber…

Aber was hilft’s? In dem Maße, in dem ich mich von alten, nicht von mir frei gewählten Konditionierungen befreien will, bleibt mir kaum eine andere Wahl. Entweder ich lasse mir mein Leben von Überzeugungen und Glaubenssätzen meiner Eltern, Großeltern und von wem auch sonst noch diktieren oder ich wende meinen Blick nicht ab, sondern schaue mir diese Ängste genauer an, überprüfe, woher sie kommen, schaue ihnen noch einmal mitten in ihr schauderhaftes Gesicht und habe dabei die Chance, sie loszulassen und zukünftig meinen Weg zu gehen ohne die lähmenden Überzeugungen anderer Menschen im Gepäck.

Ich habe mich für diesen Weg entschieden, auch wenn er mir zum Teil alles abverlangt: All meinen Mut, meine ganze Entschlossenheit, meine komplette Kraft, meine vollkommene Aufmerksamkeit, das letzte Quäntchen Hirnschmalz, um zu verstehen, was da vor sich geht und vor allem sehr viel verständnisvolle Liebe und unendliche Güte mit mir selbst. Eine Heldenreise eben.

Dieses Ticket ist nicht übertragbar

Ich kann niemanden zwingen, sich auf diese Reise zu begeben. Und ich kann diese Reise auch niemandem abnehmen. Es ist die Reise unseres Lebens. Aber sie ist lohnenswerter und bereichernder als alles, was ich bisher erlebt habe: Ist sie doch nichts Geringeres als die Befreiung unseres wahren Selbst.

Und was hat Yoga damit zu tun? Fragt sich womöglich die ein oder andere.

Yoga hilft

Yoga – und da sind wir uns alle einig – ist die Verbindung zwischen dem Bewusstsein und dem Körper. Um diese Verbindung herstellen zu können, bedarf es Deiner vollkommenen Achtsamkeit und Konzentration. Alles andere, wirklich alles andere muss dafür in den Hintergrund treten. Du legst quasi Deine Seele frei und verbindest sie mit Deinem Körper, Deinen Bewegungen und Deinem Atem – also Deiner Physis.

Schnappschuss

Diese vollkommene Harmonie in Deiner Ausrichtung auf den aktuellen Moment, auf diesen einen Augenblick ermöglicht Dir zugleich den umgekehrten Blick und Du hast die Chance einen Blick auf Deine Seele, Deinen wahren Kern zu erhaschen. Du erkennst, wer Du in Wirklichkeit bist ohne all die Beschränkungen aus Deiner Erziehung, denen Du ständig in Deinem Alltag unterliegst. Und das lässt Dich irgendwann einfach nicht mehr los. Zumindest bei mir war das so.

Ich konnte diese Konditionierung schlichtweg nicht mehr länger tolerieren und wollte mich in dieser Art auch niemandem mehr zumuten. Ich wollte mich von allem oder zumindest so viel wie möglich befreien.

Unmengen an alten Überzeugungen habe ich seither aus dem Schatten ans Licht gezogen. Das hat viel Mut und Entschlossenheit erfordert, aber es hat zugleich dazu geführt, dass mein eigner Schatten sich verkleinert hat. Und das führt mit etwas Glück dazu, dass ich irgendwann ganz aus ihm heraus ans Licht treten kann, um der Mensch zu sein, die Frau zu sein, die ich in meinem innersten Kern bin.

Bewusst daneben treten

Yoga hat mich dies gelehrt, aber auch von Zeit zu Zeit meine ganz eigene Interpretation davon, nämlich nicht nur stur an der Matte zu kleben, vorne und hinten, sondern daneben zu treten. Ganz bewusst. Den Spielraum zu erweitern, sich von Regeln zu befreien und starren Denkmustern oder von dem, was jemand anderes als Yoga bezeichnen würde. Meine gewöhnlichen Muster und Schemata zu verlassen, mich komplett auf meine Gefühlsebene zu begeben, raus aus meinem alten Glaubenssystem zu treten und stattdessen in mein Herz.

Neben die Matte zu treten, out of the box, heraus aus der Komfortzone und rein ins Unbekannte, Ungewohnte.

Aufstehen, aussteigen, hinabsteigen, hinaufsteigen, um den eigenen Platz einzunehmen – der, der mir zusteht.

Amphitrite Workshop

Vorankündigung

Diese Aufgabe bedeutet mir so viel und ist meines Erachtens so wichtig und lohnenswert, dass ich sie mit Euch teilen möchte. Wie ich bereits in meinem letzten Teil über Amphitrite erzählt habe, habe ich nunmehr entschieden, einen Online-Workshop anzubieten. Ihr könnt daran gelegentlich teilnehmen oder alle Teile mitmachen. Ganz wie Ihr möchtet.

Das Thema wird genau dies sein:

Wie kann ich mich aus meiner Angstzone lösen und aus meinem Schatten heraustreten, um zukünftig aus Liebe zu leben.

Dazu werde ich ab dem 26. September 2020 bis zum Mitte November alle 14 Tage jeweils an einem Samstag ein mehrstündiges Video veröffentlichen mit einem Theorieteil, Inspirationen für die eigene Arbeit mit einem Angstthema, dem Ihr gerade gegenüber steht, und einer intensiven Yogastunde mit einer abschließenden Yoga Nidra Einheit (zur totalen Entspannung).

Im Wechsel werde ich diese Videos in Englisch und Deutsch anbieten, d.h. die erste Woche wird das Video auf Deutsch sein, die zweite Woche dasselbe Video auf Englisch, dann wieder auf Deutsch in Woche drei und in Woche vier dasselbe Video auf Englisch. Also wie in der Schule: A B, A B, A B etc.

Insgesamt wird es vier Einheiten geben, beginnend am 26. September mit dem ersten Video auf Deutsch und endend am 07. November. Und dieselben vier Videos auf Englisch beginnend am 03. Oktober und endend am 14. November.

Bitte meldet Euch dazu gerne für meinen Newsletter an, um noch mehr darüber zu erfahren.

Wie immer ist alles frei verfügbar. Es steht Euch völlig frei, mir dafür eine wie auch immer geartete Form Eurer Wertschätzung zuteilwerden zu lassen.

Alles Liebe,

Indra

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